Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel
Symbiose und Parasitismus. Konstellationen zwischen Kunst und Design
Vorlesung
Prof. Marion Fink | Prof. Dr. Nicolaj van der Meulen
Montag 12.00 – 12.45 Uhr
Aula, Gebäude E Vogelsangstr. 15 4058 Basel

Das Verhältnis zwischen Kunst und Design lässt sich als Erfolgs-, aber auch als Schicksalsbeziehung beschreiben. Gehörten beide Disziplinen seit der Antike eng zusammen, so gabelten sich deren Wege seit der Renaissance. Mit der Herausbildung des modernen Künstlers und Kunstwerks (um 1780) geriet das Design zunehmend in die Rolle der Befriedigung von Bedürfnissen. Dagegen kam der Kunst die Rolle zu, eben diese Bedürfnisse von Menschen und Institutionen kritisch zu hinterfragen.


Das 20. und 21. Jahrhundert kennt verschiedene Formen der Dekonstruktion von Kunst und Design. Ihre Matadore sind nicht nur Künstler wie Kurt Schwitters, Andy Warhol und Jorge Pardo, sondern auch Designerinnen und Designer wie Zaha Hadid, Philippe Starck und Stefan Sagmeister sowie Modelabels wie Comme des Garçons und Maison Martin Margiela.
Die Vorlesung geht induktiv vor. Sie wird jeweils ein(e) Werk/Arbeit aus Kunst, Architektur und Design zum Ausgangspunkt einer systematischen Recherche wählen. Dabei werden die ästhetischen und sozialen Mechanismen in den Blick genommen, die Kunst und Design trennen oder verbinden. Unsere Fragen lauten unter anderem: Was ist ein Werk/was ein Produkt? Welches sind die ökonomischen, produktionstechnischen und ästhetischen Bedingungen, die das Selbstverständnis von Kunst und Design bestimmen? Wie definiert sich der Begriff der Innovation auf jeweils unterschiedliche Weise? Am Ende der Vorlesung soll die Frage stehen, unter welchen Umständen die Trennung von Kunst und Design gegenwärtig sinnvoll ist?

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